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Dieter Schreier

Der mit dem Blatt tanzt

Dieter Schreier
Dieter Schreier

Wo Dieter Schreier, Chefredakteur beim Hanauer Anzeiger, eigentlich genau zu Hause ist, weiß er manchmal selbst nicht so richtig. Manche meinen, in seiner Sprache Anklänge aus dem Ruhrpott zu hören, aber das ist ausgerechnet eine der wenigen Gegenden Deutschlands, in denen er nur sporadisch tätig war.

Der gebürtige Niedersachse stammt aus einer recht großen Familie mit vielfältigen Ursprüngen. Seine reichhaltige Verwandtschaft findet man in nahezu allen Bundesländern und auf fast allen Kontinenten. Schreier hat sich für die rheinländischen Wurzeln, sprich Köln entschieden. Von hier aus hat er lange Jahre als selbstständiger Medienberater diverse Unternehmen und Institutionen in der ganzen Republik betreut sowie im Bereich der Journalistenweiterbildung, insbesondere für die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn, gearbeitet.

Die eigene journalistische Ausbildung war klassisch: Als Schüler freier Mitarbeiter für diverse Lokalzeitungen, Volontariat, Ressortleiter, stellvertretender Redaktionsleiter und schließlich Redaktionsleiter mit Stationen in Niedersachsen, Bayern und Thüringen. Mit 27 Jahren bereits auf einer Position, nach der für einen Fan des Lokaljournalismus eigentlich nicht mehr allzu viel kommen kann. Der Umstieg in die Selbstständigkeit, die Suche nach neuen Herausforderungen war daher fast vorprogrammiert.

Dass dann aus einer Beratungstätigkeit für den Hanauer Anzeiger und der Projektleitung für die Umstellung von der Mittags- zur Morgenzeitung im Jahr 1997 ein „Dauerprojekt" wurde, war eigentlich nicht geplant. Aber erstens kommt es anders...

Vermutlich liegt es auch an den turbulenten Zeiten und immensen Herausforderungen, die der dramatische Wandel im Zeitungswesen derzeit erzeugt, dass Schreier praktisch wieder zurück zu den Wurzeln gekehrt ist. Und daran, dass er als typischer Zwilling ohnehin die Veränderung liebt.

Viel Freizeit bleibt da nicht mehr. Geblieben ist allerdings ein Freizeitvergnügen, dass sich erhalten hat, seit er das erste Mal als Schüler hinter einem Zapfhahn stand und sein karges Salär eines Freien Mitarbeiters als Hilfsgastronom aufbesserte: In fröhlicher Runde zusammenstehen, den neuesten Tratsch (vor allem aus dem Rathaus) hören, Geschichten und Witze erzählen und dabei das eine oder das andere Gehopfte trinken – natürlich vorzugsweise Kölsch.

Website: www.hanauer-anzeiger.de

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